CCleaner Funktionen

Wenn Sie einen Computer verwenden, sammeln sich darauf im Laufe der Zeit Unmengen an Daten an. Das zieht zwei negative Effekte nach sich. Zum einen belegen diese Ihren Speicherplatz. Wenn dieser zur Neige geht und Sie ein neues Programm installieren oder neue Dateien abspeichern möchten, kann das zu Problemen führen. Darüber hinaus ist es bei zahlreichen Rechenprozessen notwendig, Daten auf der Festplatte zwischenzuspeichern. Wenn diese jedoch bereits fast voll ist, kann es lange dauern, bis das Betriebssystem hierfür einen geeigneten Speicherplatz findet. Darunter leidet die Gesamtperformance. Ein großer Teil der Daten, die sich im Laufe der Zeit auf der Festplatte ansammeln, ist notwendig, um Ihre Programme auszuführen, um Bilder und Videos abzuspeichern oder um andere Dateien zu archivieren. Allerdings kommen auch viele weitere Informationen hinzu, die vollkommen überflüssig sind. Diese enthalten weder Ihre persönlichen Dateien noch wichtige Systeminformationen. Um diesen Speicherplatz zurückzugewinnen und um die Performance des Computers zu verbessern, ist es sinnvoll, diese regelmäßig zu löschen. Damit Sie diese Aufgabe nicht manuell ausführen müssen, können Sie das Programm CCleaner downloaden. Dieses erledigt diese Aufgabe ganz automatisch, ist sehr zuverlässig und außerdem kostenfrei erhältlich.


Screenshot vom CCleaner Screenshot vom CCleaner - Einstellungen

So funktioniert der CCleaner

Zunächst müssen Sie den CCleaner downloaden und installieren. Dies können Sie direkt hier tun. Das Programm CCleaner umfasst mehrere Einzelfunktionen. Die wichtigste davon trägt den Namen Cleaner. Diese durchsucht den Computer nach Dateien, die Sie bereits seit längerer Zeit nicht mehr benutzt haben. Das Programm beseitigt diesen Datenmüll zuverlässig. Allerdings greift es dabei nicht Ihre persönlichen Dateien an. Wenn Sie Fotos, Schriftstücke oder andere Dokumente selbst abgespeichert haben, bleiben diese von den Maßnahmen ausgenommen. Das Gleiche gilt für Daten, die für die Funktion des Betriebssystems oder der Anwenderprogramme erforderlich sind. Eine weitere Funktion des Programms besteht in der Kontrolle der Registry-Datei. Wenn Sie ein neues Programm installieren, registriert es Windows in diesem Bereich und trägt ein, auf welche Weise es verknüpft werden soll. Wenn Sie nun das entsprechende Programm jedoch wieder deinstallieren, bleiben die Einträge jedoch häufig erhalten. Der CCleaner beseitigt alle Einträge in der Registry-Datei, die nicht mehr aktuell sind.

Die praktischen Extras des CCleaners

Darüber hinaus bietet diese Software noch einige Extras an. Dazu zählt beispielsweise die Deinstallation von Programmen, bei denen keine entsprechende Uninstall-Datei vorhanden ist. Sehr praktisch ist auch die Systemwiederherstellung. Sie können den aktuellen Zustand Ihres Systems dabei einfach abspeichern. Sollten später Probleme auftreten, können Sie das gesamte System schnell und einfach wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückführen. Ein sehr mächtiges Werkzeug – das jedoch mit Vorsicht zu verwenden ist – ist die Einstellung der Autostart-Datei. Diese Datei legt fest, welche Programme sich automatisch öffnen, wenn Sie den Computer hochfahren. Wenn dabei eine Software gestartet wird, die Sie nicht benötigen, kann dies viele Ressourcen unnötig verbrauchen. CCleaner erlaubt es Ihnen, die entsprechenden Programme zu deaktivieren. Allerdings sollten Sie hierbei genau wissen, welche Systeme tatsächlich nicht benötigt werden, bevor Sie hier Veränderungen vornehmen. Ein weiteres interessantes Tool ist der Festplatten-Wiper. Dieses ist sinnvoll, falls Sie sensible Daten zuverlässig löschen möchten. Wenn Sie eine Datei entfernen, beseitigt Windows in der Regel lediglich die Verknüpfung und gibt den entsprechenden Platz wieder frei. Solange jedoch genau in diesem Bereich keine neuen Daten gespeichert werden, bleiben die ursprünglichen Informationen jedoch erhalten. Mit der richtigen technischen Ausstattung lassen sie sich leicht wiederherstellen. Der Festplatten-Wiper überschreibt die entsprechenden Bereiche jedoch mehrfach und sorgt dadurch für eine zuverlässige Löschung.

Welche Dateien löscht der CCleaner?

Bei einem großen Teil der Daten, die der CCleaner löscht, handelt es sich um temporäre Dateien. Darin sind häufig Informationen enthalten, die ein Programm an eine andere Anwendung weitergibt oder die das Betriebssystem auf der Festplatte zwischenspeichert, wenn der Arbeitsspeicher an seine Kapazitätsgrenzen stößt. Diese Dateien sind an der Endung .tmp zu erkennen. In der Regel werden sie nur ein einziges Mal benötigt. Danach stellen sie nur noch Datenmüll dar. CCleaner sucht gezielt nach diesen Daten und überprüft, wann sie das letzte Mal zum Einsatz kamen. Wenn dieser Zeitpunkt bereits weit zurückliegt, löscht das Reinigungs-Programm die Daten. Darüber hinaus entfernt es .log-Dateien. Diese speichern Abläufe, beispielsweise wenn Sie im Internet surfen. Auch diese Informationen benötigen Sie in der Regel nie wieder. Dabei sorgt der CCleaner nicht nur für eine Optimierung des Speicherplatzes. Darüber hinaus schützt er Ihre Privatsphäre. Wenn ein fremder Zugriff auf Ihren Computer stattfindet, kann der Eindringling anhand der .log-Dateien leicht feststellen, welche Seiten Sie besucht haben und welche Programme Sie auf Ihrem Computer ausführen.

So benutzen Sie den CCleaner richtig

Nachdem Sie den CCleaner heruntergeladen und installiert haben, müssen Sie es einfach durch einen Doppelklick auf das entsprechende Symbol öffnen. Wenn Sie die Software das erste Mal verwenden, öffnet sich in der Regel ein Dialogfeld, in dem der CCleaner fragt, ob er intelligent nach nicht zu löschenden Cookies scannen soll. Dabei ist es empfehlenswert, dies zu bestätigen. So entfernen Sie auch gut versteckte Cookies zuverlässig. In einigen Fällen erscheint das Programm nach der Installation zunächst auf Englisch. Dies können Sie jedoch relativ schnell ändern, indem Sie unter Options → Settings → Language Deutsch als Sprache vorgeben. Nachdem Sie diese Vorarbeiten abgeschlossen haben, können Sie sich an die Arbeit machen. Die wichtigste Funktion finden Sie im Bereich "Cleaner", den Sie an der Registerkarte mit dem Pinselsymbol erkennen. Wenn Sie darauf klicken, erscheint eine lange Liste mit Auswahlmöglichkeiten. Auf diese Weise fragt das Programm ab, welche Dateien es löschen soll. Dabei hat es bereits eine Vorauswahl getroffen, die für viele Anwender sinnvoll sind. Wenn Sie keine Zeit haben, sich dazu ausführlich Gedanken zu machen, können Sie diese unverändert übernehmen. Dennoch ist es empfehlenswert, zumindest bei der ersten Anwendung alle Details genau zu lesen. Wenn Sie Ihre Entscheidungen getroffen haben, müssen Sie den Reinigungsvorgang nur noch in Gang setzten und die Löschung der entsprechenden Dateien bestätigen. Nach Abschluss des Vorgangs erhalten Sie eine Liste mit den entfernten Daten. Um die Registry-Datei zu reinigen, müssen Sie die entsprechende Registerkarte anklicken. Das Vorgehen ist dabei weitestgehend das gleiche. Allerdings ist es hierbei besonders wichtig, ein Backup zu erstellen. Wenn Sie die Säuberung beginnen, fragt CCleaner automatisch nach, ob dies erwünscht ist. Sollte es nach der Reinigung zu einem Fehler kommen, können Sie durch diese Sicherungsmaßnahme das ursprüngliche System schnell und einfach wiederherstellen.

Welche Dateien sollen gelöscht werden?

Wenn Sie CCleaner verwenden, können Sie genau vorgeben, welche Dateien das Programm entfernen soll. Die Standardeinstellung löscht beispielsweise Verlaufsdateien, Cookies und die Adressen, die Sie besucht haben, aus dem Speicher Ihres Browsers. Außerdem entfernt die Software den Verlauf Ihrer Downloads. Doch ist es in vielen Fällen sinnvoll, die Einstellungen zu individualisieren. Da beispielsweise Formulareinträge und gespeicherte Passwörter für die meisten Nutzer sehr praktisch sind, sind sie in der Vorauswahl nicht enthalten. Wenn jedoch andere Personen auf Ihren Computer zugreifen, denen Sie die entsprechenden Informationen nicht übermitteln möchten, empfiehlt es sich, auch diese Daten zu entfernen. Auf diese Weise erhöhen Sie die Sicherheit deutlich.

Wie oft soll ich den CCleaner verwenden?

Einige Nutzer fragen sich, wie häufig sie das Programm verwenden sollten, um ihre Festplatte aufzuräumen. Die Antwort auf diese Frage hängt stets von den individuellen Nutzungsgewohnheiten ab. Wenn Sie jeden Tag mehrere Stunden im Internet surfen oder verschiedene Programme installieren und wieder deinstallieren, sammelt sich deutlich mehr Datenmüll an, als wenn Sie Ihren Computer nur gelegentlich benutzen. Doch sollte es selbst bei einer intensiven Nutzung ausreichend sein, die Software einmal im Monat zu aktivieren. Wenn Sie den Computer nur selten verwenden, ist eine deutlich geringere Frequenz ausreichend.